Vorstellung Gründungstiere – Granny

Steckbrief

Zuchtbuchnummer: AR-B-01
Name: Granny
Rasse: Watussi-Ankole
Geburtsdatum: 24.01.2001

Zugang zum Projekt: 03.02.2015
Standort: Bielefeld

Bemerkungen:

Die aus dem Tier- und Naturpark Brüggen stammende „Granny“ ist eine ihrem Alter entsprechend sehr selbstbewusste und gleichzeitig äußerst gelassene Watussi-Kuh. Sie hat im Vergleich zu anderen Watussis einen extrem großen Rahmen und eine nicht sehr steile Hinterhandwinkelung, wie sie sonst bei Watussirindern zu beobachten ist. Ihre Souveränität macht sie unweigerlich zu einer „Führungspersönlichkeit“.

Anbei ein paar Impressionen des Tieres:

Granny II
Granny im Sommer 2015. Man beachte den großen Rahmen und den verhältnismäßig langen Schädel des Tieres.
Granny
Granny im Sommer 2015. 
IMG_1919
Granny mit dem Chianinabullen Bruno im Juli 2015

Anmerkungen:
Bei allen Watussirindern des Projektes stellt unter anderem die verhältnismäßig schwache Ausprägung des Winterfells (kaum Unterwolle) ein nicht zu unterschätzendes Problem dar. Dies ist teilweise bedingt durch die vorherigen Haltungsbedingungen in den zoologischen Gärten, welche natürlich nicht mit einer extensiven Ganzjahresbeweidung im Freien zu vergleichen sind. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Konstitution der Tiere in den nächsten Jahren entwickeln wird.


4 Gedanken zu “Vorstellung Gründungstiere – Granny

  1. Wenn die vorherigen Haltungsbedingungen einen Einfluss haben, dann stellen sich Thando und besonders das Jungrind vielleicht leichter auf einen Winter im Freien ein als Granny. Bei so jungen Tieren passt sich der Körper vielleicht noch leichter an veränderte Bedingungen an?
    Wenn Bruno schon seit letztem Sommer mit den Watussis zusammen ist, ist dann demnächst mit Nachwuchs zu rechnen?

    Gefällt mir

    1. Bisher hat bei keinem der Watussirinder des Projekts eine wirkliche Akklimatisierung stattgefunden. Jetzt wo es wärmer wird strotzt Thando wieder geradezu vor Energie. Wir werden für den kommenden Winter eine Aufstallung als Möglichkeit mit einplanen bzw. haben dies bereits getan.
      Was den Einsatz von Bruno angeht: ja, es besteht die Möglichkeit, dass Bruno die Altkuh gedeckt hat. Aufgrund der Umsiedlung und Umstellung auf die doch im Vergleich zum Zoo deutlich robustere Haltungsform halte ich es allerdings für möglich, dass sie noch nicht aufgenommen hat.

      Gefällt mir

  2. Wenn man es recht bedenkt, dann ist das Winterfell vielleicht der eine Punkt, in dem die Rassen nicht gut zusammengestellt sind. Sayaguesas und Steppenrinder haben beide bestimmt sehr gut für Mitteleuropa geeignete Winterfelle; Chianinas als Süditaliener und Watussis als Afrikaner dagegen wohl weniger.

    Gefällt mir

    1. Was die Rasse Watussi angeht, sehe ich dies ähnlich. Im Falle der Chianina ist es allerdings so, dass diese – zumindest bei uns – keinerlei Probleme mit dem Winter haben und ein gutes Winterfell entwickeln (vgl. Sie zum Beispiel die Fotoserie von Bruno, bei der man deutlich das lange und dichte Winterfell erkennen kann).

      Dieses Jahr wird zeigen, inwieweit unsere ursprüngliche Zuchtstrategie aufgeht oder ob wir nachjustieren müssen.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s