Kooperation zwischen Stichting Taurus und dem Auerrindprojekt

 Lorsch / Nijmegen, 17. April 2018

Nach einer Reihe von Gesprächen im niederländischen Keent und im südhessischen Lorsch vergangenen Februar und März 2018, geben die beiden Projektleiter von Stichting Taurus und dem Auerrindprojekt, Ronald Goderie und Claus Kropp nun bekannt, dass die beiden Initiativen in Zukunft bei ihren Versuchen, einen adäquaten Ersatz für den 1627 ausgestorbenen Auerochsen zu züchten, enger zusammenarbeiten möchten. In einer entsprechenden Vereinbarung wurden mehrere, weitreichende Ziele formuliert:

  • Teilung von Forschungsergebnissen in den Bereichen Auerochsen Morphologie, aDNA und DNA-Analysen in Zusammenarbeit mit den Forschungspartnern des Tauros-Programms (z.B. das Institut für Zucht und Genetik der Universität Wageningen)

 

holozäner Schädel Menger
Holozäner Auerochsenschädel aus dem Oberrheingebiet; Sammlung Menger

 

  • Tausch geeigneter Kreuzungstiere zwischen dem Auerrindprojekt und dem Tauros-Programm (in Kooperation mit Rewilding Europe) im Zuge von Selektionszucht und für die Nutzung in ausgewählten „Rewilding-Areas“ (Rewilding Europe) innerhalb Europas

 

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Zuchtgruppe des Tauros Programms im niederländischen Maashorst

 

Erhaltungszuchtbemühungen für die Gründungsrassen. Da mehre der in den beiden Projekten verwendeten Rinderrassen selten und im Bestand bedroht sind (z.B. Sayaguesa, Pajuna und Maremmana primitiva), ist es eine wichtige Aufgabe, diese Rasse auch in Reinzucht im Bestand zu erhalten und zu fördern. Beide Partner planen deshalb in enger Zusammenarbeit die Entwicklung mehrerer Reinzuchtherden (sei es in den Ursprungsländern oder ex-situ) und den Austausch geeigneter Zuchttiere zu einer Verbreiterung der genetischen Basis

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Reinrassige Maremmana primitiva Kuh im niederländischen Keent

Claus Kropp, Projektleiter des Auerrindprojektes ist sehr erfreut über diese aktuelle Entwicklung: „es war wirklich an der Zeit, dass sich die großen Zuchtprojekte bei Ihren Bemühungen um den ausgestorbenen Auerochsen enger zusammenschließen. Mit einer kombinierter Infrastruktur, gemeinsamen Forschungsvorhaben und Zuchttieren wird es in Zukunft deutlich besser möglich sein, einer der einst wichtigsten Arten innerhalb unseres Ökosystems, ein gewisses Comeback zu ermöglichen.

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Claus Kropp (Auerrindprojekt, links im Bild) und Ronald Goderie (Stichting Taurus, rechts im Bild) in Lorsch beim Beschluss der Zusammenarbeit

Als erster aktiver Schritt der neuen Zusammenarbeit soll bis zum Sommer 2018 eine Zuchtgruppe des Tauros-Programms nach Deutschland gebracht werden und an geeigneten Zuchtstandorten des Auerrindprojektes für neuen Nachwuchs sorgen.

 

For an english version of the press release click here: PR Stichting Taurus and Auerrindproject

 

 

 


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