E-Projektupdate

In this calendar year, research on the remains of the pleistocene and holocene aurochs (Bos primigenius) was intensified within the framework of the Auerrind project. A set of nine unpublished aurochs skulls was morphologically analysed by the team of the open-air laboratory and samples were forwarded to the University of Dublin for aDNA research.
At the same time, breeding work was continued at the different sites and new breeding groups were assembled. Currently, there are three active breeding groups in the project at the Lorsch, Bielefeld and Schwarzach with further grazing areas (with young cattle groups, cow herds and bull groups) in Groß-Rohrheim. The Frankenstein grazing site had to be suspended for one year due to the poor vegetation situation during the drought.
A new expansion and use of breeding bulls is planned for 2023. The temporary reduction of the breeding herds takes into account the still slow expansion of new pastures for the project. In this way, the animal population is only to grow as far as the current capacities of the project allows.
In the area of monitoring, research work was also intensified and, in addition to the study of ground beetles at breeding sites in Lorsch, a dedicated analysis of dung beetles in Lorsch and Groß-Rohrheim started. In combination with avifaunal observations, which are also taking place, an even better interpretation of the effects of extensive year-round grazing on species diversity is expected.
A detailed annual report on the Auerrind project will be available for download at the end of the year.

In diesem Kalenderjahr wurden die Forschungen im Rahmen des Auerrindprojekts zu den Überresten des pleistozänen und holozänen Auerochsen (Bos primigenius) intensiviert. Ein Satz von neun unveröffentlichten Auerochsenschädeln wurde vom Team des Freilichtlabors morphologisch analysiert und Proben für die aDNA-Forschung an die Universität Dublin weitergeleitet.

Projektleiter Claus Kropp mit einem für die Analyse vorbereiteten Schädel eines pleistozänen Auerochsenbullen (Foto: L. Muney)

Zugleich wurde die Zuchtarbeit an den unterschiedlichen Standorten fortgesetzt und neue Zuchtgruppen zusammengestellt. Derzeit gibt es drei aktive Zuchtgruppen im Projekt an den Standorten Lorsch, Bielefeld und Schwarzach und weitere Beweidungsflächen (mit Jungrindergruppen, Kuhherden und Bullengruppen) in Groß-Rohrheim. Der Beweidungsstandort Frankenstein musste für ein Jahr aufgrund der schlechten Vegetationssituation während der Dürre ausgesetzt werden.

Zwei junge F2-Bullenkälber am Zuchtstandort Bielefeld (Foto: F. Hohmeyer)
F1-Zuchtbulle in Auseinandersetzung mit einem Rothirschbullen am Zuchtstandort Schwarzach (Foto: P. Herzog)
Junge F2-Bullen an einem der Beweidungsstandorte in Lorsch (Foto: C.Kropp)

Eine neuerliche Erweiterung und Einsatz von Zuchtbullen ist für 2023 geplant. Die zeitweilige Verringerung der Zuchtherden trägt dem immernoch stockenden Ausbau neuer Weideflächen für das Projekt Rechnung. So soll der Tierbestand immer nur soweit wachsen, wie es die derzeitigen Kapazitäten des Projekts zulassen.


Im Bereich Monitoring wurde die Forschungsarbeit ebenfalls intensiviert und neben der Untersuchung von Laufkäfern an Zuchtstandorten in Lorsch auch eine dezidierte Analyse der Mistkäfer in Lorsch und Groß-Rohrheim begonnen. In Verbindung mit ebenfalls stattfinden avifaunistischen Beobachtungen wird so eine noch bessere Interpretation der Auswirkungen extensiver Ganzjahresbeweidung für die Artenvielfalt erwartet.

Implementierung von Bodenfallen für die Laufkäferanalysen am Beweidungsstandort Lorsch (Foto: C.Kropp)

Ein ausführlicher Jahresbericht zum Auerrindprojekt wird zum Jahresende zum download bereitgestellt.


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