Über das Projekt

 

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Ein rekonstruierter Auerochsenbulla nach Hammond (copyright T. Hammond)

Bis zu seinem Aussterben im 17. Jahrhundert prägte der Auerochse wie kaum ein anderer großer Herbivore die von ihm bewohnten Ökosysteme. Durch sein Fressverhalten schuf er halboffene Landschaften, die sich durch eine besonders hohe Artenvielfalt auszeichneten. Heute sind diese artenreichen Lebensräume in Europa so gut wie verschwunden. Dies mag nicht zuletzt daran liegen, dass die Haltungsformen der domestizierten Nachfahren des Auerochsen, unsere Hausrinder, meist nichts mehr mit der ihres ausgestorbenen Verwandten zu tun haben.

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Herdbuchbulle der Rasse Deutsch Angus (copyright Bernd K. mit CC BY-SA 3.0)

Das Auerrindprojekt möchte versuchen, eine Rinderrasse zu züchten, die dem Auerochsen sowohl in Bezug auf das Erscheinungsbild als auch Verhalten und die Genetik möglichst nahe kommt. Die Orientierung an der Wildform hat das Ziel Tiere zu züchten, die für naturnahe, extensive Ganzjahresbeweidungsprojekte in Naturschutz und Landschaftsentwicklung besonders gut geeignet sind. Mittel- und langfristig ist geplant, damit einen Teil der einst so großen Artenvielfalt wieder zu revitalisieren.