Ankunft der Zuchttiere des Taurosprogramms in Lorsch

Arrival of Tauros programme breeding animals in Lorsch
In the course of the new cooperation between the Auerrind-Project and Stichting Taurus (NL), a group of eight cattle from Keent has been successfully moved to Lorsch last tuesday. The group consists of two bulls (one Maremmana and one Pajuna) and six young cows (one pure Pajuna and five crosses). This stage of the cooperation sets another milestone in the development of the Auerrind Project.

Im Zuge der neuen Kooperation zwischen Stichting Taurus und dem Auerrindprojekt wurde am vergangenen Dienstag erfolgreich eine erste Gruppe Zuchttiere des Tauros Programms aus den Niederlanden (Keent) nach Lorsch transportiert. Die Gruppe besteht aus insgesamt acht Tieren: ein Maremmanabulle, ein Pajunabulla und sechs junge Kühe (davon eine reinrassige Pajunakuh und insg. fünf Kreuzungstiere, die meisten davon mit Maremmana-, Sayaguesa- und Maronesaeinfluss – die genetischen Untersuchungsergebnisse liegen bald vor).

Die Tiere leiten insofern eine neue Phase des Auerrindprojektes ein, als das mit dem Maremmanabullen nun tatsächlich von jeder im Zuchtprojekt befindlichen Rasse sowohl weibliche als auch männliche Tiere vorliegen und mit den Pajunas eine Rinderrasse in das Projekt Eingang findet, welche nach den Untersuchungen des Tauros-Programms die höchste genetische Nähe zum Auerochsen aufweist.
Für die Zuchttiere ist das folgende, weitere Vorgehen geplant:

1) Maremmanabulle „Luca“

Dem eigentlichen Zuchtplan des Auerrindprojektes folgend, wurde der junge Maremmanabulle Luca (geb. 2017) nach Bielefeld verbracht, wo er ab dem kommenden Jahr die drei Sayaguesakühe des Projektes decken soll. Bis dahin grast er zusammen mit dem Kreuzungsbullen Alvarez und einigen anderen Tieren auf einer eigens dazu geschaffenen Bullenweise des Landschaftspflegebetriebs Hohmeyer.

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Seitenansicht von Luca; der Bulle ist mit noch nichteinmal zwei Jahren bereits sehr groß (Widerristhöhe etwa 1,60m)
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Jungbullengruppe in Bielefeld. 2.v. l. Kreuzungsbulle Alvarez (1 Jahr alt) und 4.v.l. Luca
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Jungbullengruppe in Bielefeld. 2. v. links Luca, 4.v.l. Kreuzungsbulle Alvarez

2) Pajuna

Die Rasse Pajuna soll nun neu in den Zuchtplan aufgenommen werden. In welcher Kombination die Rasse eingesetzt werden wird (z.B. in gleicher Weise wie die Sayaguesa) ist noch nicht entschieden. Für 2019 ist zunächst an ein Kreuzen der beiden reinrassigen Tiere gedacht, um so die Ausgangspopulation zu erhöhen.

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Pajunafärse Roja (geb. 2017) auf der Eingewöhnungsweide in Lorsch
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Pajunabullenkalb „Winters“ (geb. 2017)

3) Kreuzungstiere

Bis die genaue genetische Analyse (Klärung der jeweiligen Rassenanteile) vorliegt, werden noch keine genauen Pläne für die weitere Verwendung der Kreuzungstiere festgelegt. Je nach Eignung wird ein Teil der Gruppe in etwa vier Wochen auf die neue Projektfläche in Groß-Rohrheim umgeweidet werden. Der Rest verbleibt erstmal in Lorsch.

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Roja (1. v. l.) und die Taurosfärsen auf der Eingewöhnungsweide in Lorsch

 

 


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